In ihrem Debütroman erzählt die französische Autorin die Geschichte dreier Frauen, die in unter schiedlichen Welten leben und doch viele Gemeinsamkeiten haben. Smita lebt in einem Dorf in einer nordindischen Provinz. Sie ist eine Dalit – eine "Unberührbare". Ihren Lebensunterhalt erwirbt sie, wie schon ihre Mutter zuvor, als Latrinenputzerin. Mit bloßen Händen sammelt sie die Exkremente höhergestellter Dorfbewohner. Für ihre Tochter Lalita wünscht sich Smita ein besseres Leben. Lalita soll eine Schule besuchen dürfen und dafür ist Smita bereit zu kämpfen, Strapazen auf sich zu nehmen und ihr Dorf zu verlassen. Auf dem Weg in ein besseres Leben opfert Smita dem Gott Vishnu ihr Haar. Giulia ist die Tochter einer sizilianischen Familie, die in Palermo eine der letzten Perückenfabriken betreibt. Als ihr Vater nach einem Unfall ins Koma fällt, erkennt sie wie schlecht es um die kleine Fabrik steht. Sie ist bereit, auch gegen den Willen der Mutter und Schwester zu handeln, um den Fortbestand des Familienunternehmens zu sichern. Neue Rohstoffquellen müssen gefunden werden. Das Haar aus Indien rettet die Fabrik vor dem Ruin. Sarah ist eine erfolgreiche Anwältin in Montreal. Bestens organisiert trennt die alleinstehende Mutter strikt Dienstliches und Privates. Als sie an Krebs erkrankt, wird die Krankheit für sie zum Stigma. Eine Echthaarperücke aus Italien gibt Sarah neuen Lebensmut und die Kraft, gegen ihre Krankheit zu kämpfen.

Der Mut sichdem Leben zu stellen, aktiv zu handeln eint die Protagonistinnen dieses Romans. Ein lesenswertes Buch, das ich Ihnen gerne empfehle.

Birgit Szage

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