William Stoner, geboren 1891 als Sohn mittelloser Farmer aus dem tiefsten Missouri, bricht sein Studium der Agrarwissenschaften ab, um Literatur zu studieren.

Er bleibt an der Universität, wird Professor, heiratet, bekommt eine Tochter. Sein Leben ist geprägt von den beiden Weltkriegen, vom Verlust der Eltern, dem Scheitern seiner Ehe, der Entfremdung von seiner Tochter, einer neuen Liebe und den Intrigen an der Universität.

Erzählt wird kein spektakuläres Leben, aber auch kein glückliches. Ein Leben, das aber stets von der Liebe zur Literatur geprägt ist.

Der Roman umfasst etwa 50 Jahre (Anfang bis Mitte des vorigen Jahrhunderts) seines Lebens und betrachtet seine Jugend ebenso wie sein Alter, fasst sich dabei dementsprechend knapp. Diese komprimierte Erzählweise erlaubt einen umfassenden Blick auf sein Leben, auf die Konsequenzen seines Handelns und die Entwicklung seines Charakters.

Besonders beeindruckend ist dabei die Ehe mit Edith, die so voller Kälte und Distanz ist, dass man Stoner zu Hilfe kommen möchte, wenn er alle Bosheiten stoisch erträgt.

Ein lesenswerter und in seiner Schlichtheit faszinierender Roman, der auch nach dem Lesen einen langen Nachhall hinterlässt.

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