Gerade einmal 7 Jahre ist es her, als die baskische Untergrundorganisation ETA ihren bewaffneten Kampf für beendet erklärte. Nach fünfzig Jahren Krieg und hunderten von Todesopfern wagt es nun Fernando Aramburo mit seinem Roman 'Patria' das Geschehen literarisch zu verarbeiten. Entstanden ist ein fulminantes Buch, das anhand zweier ehemals befreundeter Frauen den tiefen Riss nachzeichnet, den der Konflikt in der Gesellschaft hinterlassen hat. Die Eine musste durch die Ermordung ihres Mannes, die Andere durch den Beitritt ihres Sohnes zur ETA unfreiwillig Partei ergreifen. Nach der Rückkehr in ihr Heimatdorf beginnt ein langsamer Prozess der Versöhnung, den der Autor literarisch ambitioniert und unglaublich spannend darzustellen versteht. Durch die Gegenüberstellung einer intensiven Jugendfreundschaft mit der unversöhnlichen Gegenwart kommen die Figuren dem Leser so nahe, dass es umso schwerer wird das Buch zur Seite zu legen je weiter sich die vielschichtigen Verstrickungen der gerationsübergreifenden Geschichte entfalten. Rasant, stilistisch markant - wertvoll!

Sebastian von Gersdorff

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