als er erfahren muss, dass seine Eltern einen Bankraub begangen haben. Die Mutter trauert dem Leben hinterher, das sie hätte leben können, der Vater träumt sich seine Rolle im Leben zurecht und überschätzt sich stets. Dell liebt beide Eltern, aber er sieht sie deutlich in ihrem Scheitern, ihrem gegenseitigen Nicht-Verstehen. Der misslungene Bankraub reißt die Familie vollends auseinander. Um Dell und seine Schwester vor dem Heim zu bewahren, verabredet die Mutter für sie eine Flucht nach Kanada. Dell tritt diese Reise allein an, seine Schwester flieht nach Kalifornien, es wird Jahrzehnte dauern, bis die Geschwister sich wieder sehen. Der kanadische Unterschlupf entpuppt sich als Schuppen ohne Fenster und ohne Heizung mitten in der Prärie. Die Menschen, die ihn aufnehmen, sind allesamt einsam, verschroben, und ein bisschen gefährlich. So sind denn auch Einsamkeit, Verzweiflung und Gefahr die ständigen Begleiter unseres tapferen Ich-Erzählers, der sich in der Fremde zurecht finden muss, ohne sie zu verstehen. Richard Ford hat einen großartigen Familienroman in amerikanischer Tradition geschrieben. Die Stimme, die er Dell verleiht ist akzentuiert, mitfühlend und sensibel. Ein großartiges Buch für Leser, die eine klare Beobachtungsgabe schätzen und Freude an nuancierter Sprache haben. 

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