Unter der wachsenden Leserschaft der Bücher von Martin Walker hat sich längst herumgesprochen, dass die Fälle, die der sympathische Chef de police Bruno zu lösen hat, weit mehr sind als gewöhnliche Verbrechen. Der Leser taucht vielmehr ein ins Savoirvivre des Périgord, das geprägt wird durch eine geschichtsträchtige Landschaft, den erlesenen Weinen und dem guten Essen. Die Menschen, die hier leben dürfen sollten im Grunde so froh über diesen Umstand sein, dass Verbrechen undenkbar erscheinen müssten. Aber weit gefehlt. Unmittelbar nach der Feier, anlässlich des neunzigsten Geburtstages des charismatischen Fliegerhelden Marco Desaix, wird ein enger Freund der Familie tot in seinem Haus aufgefunden. Unklar bleibt zunächst, ob der Tote an den Folgen seiner langjährigen Alkoholsucht oder durch Fremdverschulden ums Leben gekommen ist. Bruno zweifelt an einem natürlichen Tod, zumal die Leiche ungewöhnlich schnell eingeäschert wird. Will jemand eine gerichtsmedizinische Untersuchung verhindern? Die Ermittlungen fördern rasch ein Netz aus Intrigen und sorgsam verschwiegenen Geheimnissen, in die die Familie des Patriarchen Marco Desaix verstrickt ist, zutage. Was wusste Gilbert, der Getötete, über die Diplomatentätigkeit des Patriarchen in der Sowjetunion? Und warum war dieses Wissen bis heute so brisant? Wir Leser erleben an der Seite Brunos nicht nur, wie ein Mosaikstein zum anderen passt, und der Fall seine Auflösung findet, sondern werden auch wieder mit Köstlichkeiten bewirtet, die gern in der schönen Landschaft des Périgord eingenommen werden. 

Thomas Bernhardt

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