Dieser fast anekdotenhafte Fall eröffnet einen wunderbaren Roman, in der das
kompletteTeam um den Kommissar seine Stärken ausspielen kann. Denn der
zweite Todesfall hat es schon mehr in sich. In seinem Wagen verbrennt
ein bekannter Industrieller und der Anschlag trägt die Handschrift eines
stadtbekannten jungen Anarchisten. Er sei es nicht gewesen, mehr hat er
nicht zu seiner Verteidigung zu sagen und daher steht zu befürchten,
dass er angesichts des öffentlichen Drucks der auf die Ermittlungen
ausgeübt wird, unschuldig hinter Gittern landet. Adamsbergs berühmte,
aber vor allem berüchtigte Intuition lässt ihn die Täter innerhalb der
Familie vermuten, aber diese ist über jeden Verdacht erhaben, so dass
Liutennent Retancourt als Aushilfe im Industriellenhaushalt anheuert um
der Sache auf die Spur zu kommen. Währenddessen wird in der Normandie
das "Wütende Heer"gesehen, in dessen Mitte sich vier Menschen befinden,
die einer Tausend Jahre alten Legende nach die Täter ungesühnter Taten
sind und das "Heer" sie nun holt um sie zur Rechenschaft zu ziehen. Als
der erste tatsächlich ermordet wird, wird auch dieser Fall Adamsberg
übertragen. Zusammen mit Commandant Danglard, der im Wortsinne unter die
Räder gerät, schlingern alle Fälle auf ihre Lösung zu. Fred Vargas wird
eine Sprachmagie bescheinigt, die sie von der ersten bis zur letzten
Seite voll entfaltet. Krimifans, die sie noch nicht kennen, sei sie
wärmstens ans Herz gelegt. Für alle anderen: Das Warten hat sich
gelohnt. Wie immer raffiniert gestaltet ohne konstruiert zu sein,
detailliert ausgearbeitete Charaktere, stimmige Handlung und kluge
Auflösung.

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