Die als „Polackenkind“ beschimpfte fünfjährige Vera flüchtet sich 1945 mit ihrer aus Ostpreußen stammenden Mutter Hildegard auf einen Bauernhof im Alten Land. Bäuerin Ida Eckhoff ist von den Flüchtlingen wenig begeistert – und erst recht nicht davon, dass Hildegard ihre Schwiegertochter wird. Das Buch wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen, es erzählt auch die Geschichte von Anne, Veras Nichte, die eines Tages mit ihrem Sohn Leon vor der Tür steht und Zuflucht sucht.

Die Geschichte dieser Frauen verbindet Dörte Hansen gekonnt mit der oft ironischen Beschreibung der Menschen auf dem Land, denn da treffen wortkarge, alteingesessene Bauern auf selbstgerechte Zugezogene aus der Großstadt. Aus mehreren Blickwinkeln betrachtet, ergibt sich auch immer eine unterschiedliche Sichtweise auf das Geschehen. Dieser Debütroman hat mir sehr gut gefallen – keine Landromantik, sondern starke, echte Charaktere.

Petra Ollmann

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9.00 – 13.00 Uhr

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